Berichte

 
Drei Elfenpütze in der Rettungshundearbeit
12.01.2007

 

Casimir, El-Geronimo und La-Phoebe vom Elfenpütz sind Mitglieder der DRK-Ret-tungshundestaffel Rhein-Sieg. Sie sind geprüfte Rettungshunde bzw. noch in der Ausbildung zum Rettungshund.

 

Neben Flächensucheinsätzen (vermisste Personen im Wald und im offenen Gelände), Suchtraining, Gerätetraining, Gehorsamstraining, Abseiltraining, Trainingslagern, Übungen, Kindergarten-, Schul- und Altenheimbesuchen, Vorführungen, Fototerminen und Spendensammlungen ist die Trümmersuche ein wichtiger Faktor im Leben eines Rettungshundes.

 

Um unsere Rettungshundeteams auf realistische Trümmereinsätze (nach Gasexplosionen, Flugzeugunglücken, Eisenbahnunglücken, Erdbeben) vorzubereiten, sind wir immer auf der Suche nach geeigneten Trainingsgeländen. Ideal für uns sind Häuser, die gerade gesprengt bzw. abgerissen wurden.

 

 

In der Flächensuche muss der Hund bei Tag und bei Nacht unter allen Witterungsbedingungen große Waldstücke absuchen, er muss dazu sehr lauffreudig und konditionsstark sein. Um von den Jägern und den vermissten Personen als Diensthund erkannt zu werden, trägt der Rettungshund eine Kenndecke mit einem Roten Kreuz.

   
Natürlich darf ein Rettungshund nicht jagen, er muss vom Kleinstkind bis zum Senior alle Personen anzeigen und darf auch keine Agression bei alkoholisierten, behinderten oder agressiven Personen zeigen. Unsere Hund zeigen alle durch Verbellen an, das heißt, wenn der Hund gefunden hat, bellt er solange am Opfer, bis der Hundeführer da ist und Hilfe leistet. Ein Rettungshund muss locker 150 bis 200 mal bellen können und darf sich unter keinen Umständen vom Opfer entfernen.
 

In der Trümmersuche trägt der Hund keine Kenndecke, damit er nirgendwo hängen bleibt. Seine Aufgabe hier ist es, Personen, die verschüttet sind, mit seiner Nase genau zu orten. Ist dies geschehen, kommt die Technische Rettung (Feuerwehr,THW). Auf dem Trümmerberg muss der Hund sich gewandt und vorsichtig bewegen. Er muss lernen, trotz wackeliger Trümmer, Glasscherben, Moniereisen, scharfer Teile, Lärm und Hektik konzentriert und ohne sich zu verletzten nach der verschütteten Person zu suchen und diese durch Verbellen anzuzeigen.

 

Unsere drei Elfenpütz-Schnauzer nehmen regelmäßig am Trümmertraining teil. Trotz ihrer Größe und ihrer "fehlenden Feinmotorik" (lieber rennen sie mit dem Kopf durch eine Wand) sind sie in der Lage, die schwere Arbeit der Trümmersuche zuverlässig zu verrichten. Wir sind stolz auf unswere Schnauzer!



   
 
Wolfgang Schmiedeberg
RHS-Rhein- Sieg